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Typisch Ibiza – was die Insel einzigartig macht

Rote Erde – fruchtbarer Grund

Bei einer Fahrt über Land, besonders im Sommer, wenn die Felder abgeerntet sind, fällt die Rote Erde auf. Ihre Farbe hat sie aufgrund des hohen Eisengehalts. Auch wenn in der Oberfläche große Risse sind und sie vertrocknet wirkt, in der Tiefe speichert die tonige Erde gut das Wasser. Sie gilt als relativ fruchtbar.

Eidechsen –in allen Farben

Sie sind fast nicht zu übersehen, sie huschen über den Weg und auch als Aufdruck auf Souvenirs sind sie omnipräsent. Eidechsen sind das Wahrzeichen von Ibiza und Formentera. Die wechselwarmen Tiere sind die einzigen Wirbeltiere auf Ibiza, die nicht von Menschen eingeführt wurden.  Die zu den Mauereidechsen gehörenden Eidechsen haben die unterschiedlichsten Farben, einige Unterarten sind sehr bunt. Wie viele Unterarten es genau sind, darüber streiten die Forscher. Unbestritten ist, dass die Vielfalt auf Ibiza enorm ist. Teilweise gibt es auf den kleinen Felsinseln vor Ibiza Arten, die nur auf diesen ein paar Quadratmeter großen Inseln vorkommen. Die Eidechsen sind strengstens geschützt und schon das Umsetzen einer Eidechse von einer Felsinsel auf eine andere kann das natürliche  Gleichgewicht stören.

Umfangreiche Ergebnisse der Eidechsenforschung auf Ibiza finden sich hier (extern).

Salz – das weiße Gold der Insel

In den Salinen von Ibiza wird Salz gewonnen. Die Geschichte der Salzgewinnung reicht bis in das 8. Jh. v. Chr. zurück. Über viele Jahrhunderte war Salz Quelle von Reichtum für die Insel. Das Salz wurde auch als weißes Gold bezeichnet, es war früher wichtigstes Mittel zur Haltbarmachung von Lebensmitteln. Von Ibiza aus wurden im Mittelalter die großen Städte der Zeit wie Venedig und Genua beliefert. 

Die Salinen befinden sich auf einem von Natur aus ebenen, nur wenig über dem Meeresspiegel liegendem Gelände. Im Frühjahr wird das salzhaltige Meerwasser in die dort angelegten flachen Becken geleitet. Während der heißen und regenarmen Sommer verdunstet das Meerwasser in den Becken und zurück bleibt Salz.

Die Salinen sind  beim Anflug mit dem Flugzeug oder bei einer Fahrt zum Strand Ses Salinas zu sehen. Es gibt auch eine kleine Straße durch die Salinen durch. Die schmalen Wege zwischen den Salzbecken dürfen allerdings nicht betreten werden.

Auch heute wird in den Salinen Salz gewonnen, zudem sind die Salinen und ihre Umgebung ein wichtiges Naturschutzgebiet. Das Salz wird nach Nordeuropa verkauft oder direkt vor Ort unter der Marke „Sal de Ibiza“.

Hierbas Ibicencas  – die Kraft der Kräuter

Er begegnet einem auf der Karte von Restaurants und in Geschäften mit hochwertigen Produkten. Hierbas Ibicencas ist ein Kräuterlikör auf Anisbasis. Zu seiner Herstellung werden die auf der Insel vorkommenden Kräuter wie z.B. Thymian, Rosmarin oder Fenchel verwendet. Durch Destillation,  einlegen in alkoholischer Lösung oder ziehen in Wasser werden die Aromen der Kräuter in den Schnaps übertragen.

Traditionell erfolgt die Herstellung in den Fincas, wobei jede Familie ihr eigenes Geheimrezept hat. Heute produzieren vier Hersteller auf Ibiza und Formentera das Getränk. Außerhalb der Inseln darf er nicht hergestellt werden, denn Hierbas Ibicencas ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung.

Bullit de Peix  – vom Fischeressen zur Delikatesse

In diesen Fischeintopf kommt das, was das Meer um die Insel herum zu bieten hat, wie z.B. Rotbarsch, Zackenbarsch oder Roter Drachenkopf. Meistens wird er mit Kartoffeln und Arroz de Banda in einem Tongefäß serviert. Arroz de Banda ist Reis, der in Fischsud gegart wird.

Ursprünglich war Bullit de Peix ein Fischeressen, für das auf dem Markt nicht gut zu verkaufende Fische verwendet wurden und das mit wenig Geschirr zubereitet werden konnte. Heute ist das einstige Resteessen zu einer Delikatesse avanciert.

Ein Rezept gibt es hier, aber auf Ibiza schmeckt Bullit de Peix einfach am besten.

Sofrit Pagès – das Festessen vom Land

In das Schmorgericht Sofrit Pagès hingegen kommt das, was das Land zu bieten hat: Huhn, Lamm sowie Sobrassada- und Botifaró-Wurst. Letzteres sind Spezialitäten der Region. Dazu werden Gemüse und Kartoffeln serviert. Sofrit Pagès ist ein traditionelles Festessen auf Ibiza.

Ad-Lib Mode – „Kleiden sie sich wie sie wollen, aber mit Stil“

Die Ad-Lib Mode ist die Synthese aus traditioneller ibizenkischer Kleidung und der Kreativität der Hippies, die auf der Insel ab den 60-er Jahren lebten. Ad-Lib bedeutet  nach „Gutdünken“ und „nach Belieben“.  Die Schauspielerin Smilja Mihailovitch, die von dieser Mode begeistert war, wird mit dem Satz „Kleiden  sie sich wie sie wollen, aber mit Stil“ zitiert. Prägend für diese Mode sind lange, weiße Kleider mit kunstvollen Stickereien. Ausgehend von dieser Grundform wurden Variationen mit verschiedenen Schnitten und Farben kreiert.  Heute wird die Mode von kreativen Modedesignern auf der Insel weiterentwickelt.

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