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Formentera: Traumhafte-Strände-Tour

Erst einmal auf Formentera angekommen, stellt sich die Frage „Was machen?“. Hier die etwas faulere Variante, die aber völlig ausreicht, um das Strandfeeling an den langen, hellen Sandstränden zu genießen. Unsere Tour führt zur Landspitze Es Trucadors entlang der Strände Platja de ses Illetas und Platja de Llevant.
Für diese Tour ist das Fahrrad gut geeignet. Der Weg ist flach, ein einfaches Cityrad reicht. Da der Weg sandig ist, wäre das eigene Fahrrad vielleicht etwas schade, aber die Leihräder auf Formentera sind hart im Nehmen. Allerdings kommt man mit dem Fahrrad nicht ganz bis zum Ziel, irgendwann hört der Weg auf. Wer gut zu Fuß ist, kann auch den ganzen Weg laufen. Wer bei den heißen Temperaturen möglichst auf Bewegung verzichten möchte, nimmt besser den Bus.

Der Weg startet am Hafen von Formentera, der in La Savina liegt. La Savina selbst gehört nicht zu den aufregendsten Orten und es gibt dort nicht so viel zu sehen. Wenn man sich immer links hält und um die Hafenbucht herumläuft, kommt man auf den Weg für unsere Tour. Kontrolle: Der Fährhafen muss immer sichtbar sein. Bevor wir den Ort verlassen, decken wir uns noch mit Wasser aus dem Supermarkt ein. Die ersten zwei Kilometer sind noch unspektakulär. Es geht der Küste entlang, alle paar Hundert Meter kommt ein Restaurant oder eine Bar, vormittags ist dort noch nicht viel los.

#Traumstrand: Platja de ses Illetas & Platja de Llevant

Schließlich erreichen wir den Platja de ses Illetas. Das ist einer der Traumstrände, die Formentera so berühmt machen. Wer es entspannt angehen lässt, hat damit schon das Ziel der Tour erreicht. Die naheliegende Alternative ist der Platja de Llevant. Einfach vom Platja de ses Illetas in Richtung Land laufen, und Überraschung, schon nach 400 Metern kommt man zu einem anderen Strand. Die Landspitze, auf der wir uns befinden, ist sehr schmal. Wenn auf der einen Seite allerdings hohe Wellen den Badespaß vermiesen, kann es auf der anderen Seite trotzdem ruhig sein.

Wir bleiben allerdings auf der Illetas-Seite und setzen den Weg fort. Natürlich kann man auch direkt auf dem Strand entlang laufen, aber wir bevorzugen den bequemen Weg, solange es einen gibt.

#Es Trucadors

Nach einem ordentlichen Stück Weg wird die Landzunge dann so schmal, dass man auf beiden Seiten Meer sieht. Die Umgebung wirkt langsam etwas karger und der Weg wird schlechter. Für Fahrradfahrer wird es langsam Zeit, sich nach einem Abstellplatz umzusehen. Felsige Abschnitte wechseln nun mit sandigen Strandabschnitten.

Irgendwann erreichen wir das Ziel, die Landspitze. Wir sind jetzt schon fast wieder ein Drittel des Weges nach Ibiza zurückgelaufen. Ab hier gibt es allerdings keine Möglichkeit mehr trocknen Fußes weiter zu laufen. Hier entspannen wir uns eine Weile am Strand. Schwimmen ist allerdings strengstens verboten.

#S’Espalmador: Do’s and Dont‘s

Die kleine Privatinsel S’Espalmador ist in nächster Nähe. Sie ist von unserem Standort nur durch den schmalen Pas de s’Espalmador getrennt. Dieser hat allerdings sehr starke Strömungen. Wir nehmen die Warnung von Einheimischen sehr ernst und versuchen nicht durch das Wasser nach Espalmador zu waden. Ganz abgesehen davon, dass es verboten ist, es ist einfach viel zu gefährlich.

Es gibt allerdings eine sichere und legale Möglichkeit, um nach Espalmador zu kommen. Man kann sich sogar den Weg bis zur Landspitze sparen, denn direkt vom Hafen aus gibt es ein Boot. Es fährt allerdings nur 3-mal am Tag und das auch nur in der Saison. Zusätzlich gibt es eine Zustiegsmöglichkeit am Iletas-Strand nahe des Restaurants Es Ministre.

#Tanga

Wir müssen also unweigerlich den Rückweg antreten. Sobald das Land wieder etwas breiter wird, gibt es allerdings eine Wahlmöglichkeit. Entweder denselben Weg wie auf dem Hinweg nehmen oder alternativ links entlang des Platja de Llevant laufen. Allerdings muss man spätestens auf Höhe des Restaurants Tanga wieder zurück auf die Illetas-Seite. Das Restaurant Tanga ist übrigens ein völlig seriöses Fischrestaurant, auch wenn der Name etwas anrüchig klingen mag.

Den Grund, warum man nicht weiter auf der Seite des Platja de Llevant bleiben sollte, sieht man, wenn man dem Schotterweg in der Mitte ein paar Meter folgt. Auf Formentera gibt es wie auch auf Ibiza Salinen. Diese schneiden ab hier den Weg vom Platja de Llevant nach Savina ab.

Zurück auf der „richtigen“ Seite halten wir nach Beach Clubs und Restaurants Ausschau. Gerade wenn es Abend wird und die Sonne langsam untergeht, ist die Stimmung hier eine ganz besondere. Dass die Preise nicht nur die Qualität der Speisen, sondern auch den enormen Lagevorteil berücksichtigen, sollte allerdings auch klar sein.

#Se Sequi

Für das Essen entscheiden wir uns für Se Sequi. Die Fischplatte die wir bestellen, ist ausgesprochen lecker und der Service sehr freundlich. Auch haben wir den Eindruck, dass die Preise trotz besten Blicks auf den Sonnenuntergang moderater sind als in den anderen Restaurants. Vielleicht ist das Preis-Leistungs-Verhältnis so gut, weil Se Sequi nicht direkt am Platja de ses Illetas liegt, sondern weiter auf dem Rückweg kurz vor La Savina. Eigentlich ein Vorteil, wenn man nach dem Essen noch die Fähre in Richtung Ibiza erwischen muss.

#Besos Beach Club

Soll es nicht nur gechillt sein, ist der Besos Beach Club der Geheimtipp. Unter Insidern ist Besos Beach zurzeit sehr angesagt. Hier trifft sich ein exklusiver Kreis, um ungestört ausgelassen zu feiern. Dezenter Werbeträger ist ein kleines Boot mit rotem Segel und einem aufgedruckten B!

Auch wenn Ibiza seinen eigenen Besos Beach Club hat, setzen viele mit ihrer Yacht über, um zum Club auf Formentera zu kommen. Dass der Club etwas versteckt liegt und schwer erreichbar ist, macht einen großen Teil seines Reizes aus. Schon am frühen Abend ist die Stimmung großartig. Einzige Gefahr ist, dass man im Besos Beach die Zeit vergisst und die Fähre zurück verpasst.

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