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Der verträumte Osten der Insel – Ein Spaziergang mit Kamera

Das Ibiza, wie es früher einmal war, das gibt es auch heute noch. Im Osten rund um San Carlos ist die Zeit stehen geblieben. Wir treffen uns mit Mondkind, um mit ihr durch die Gegend zu spazieren. Mondkind kennt auch das Ibiza weit abseits der touristischen Pfade. Mittlerweile ist sie so sehr mit Ibiza vertraut, dass sie gelegentlich als Autorin von einer Lokalzeitung angefragt wird. Hauptsächlich arbeitet sie aber als Yoga- und Meditationscoach. Aber zurück zu unserem Spaziergang.

Start ist in San Carlos, die Ibizencos nennen das Dorf auch Sant Carles. In der Mitte des Dorfs steht die Kirche, vor ihr ist eine große Grünfläche. Wir sind am Nachmittag unterwegs, kurz vor dem Ende der Siesta. Es ist ruhig in den Straßen und auf den Plätzen. Langsam machen die wenigen, dafür aber sehr pittoresken Geschäfte auf. Unter dem Aspekt Shopping ist San Carlos vor allem für den Las Dalias Markt am Dorfrand bekannt. Auch dort gibt es authentische Produkte, die Auswahl ist größer und es geht auch deutlich lebhafter zu. Wir sind allerdings an einem Tag unterwegs, an dem der Markt nicht stattfindet und es auch im Dorfkern sehr ruhig zugeht.

Wir kommen an Anitas Bar vorbei. Die Bar war das Zentrum der Hippie-Bewegung in früheren Jahrzehnten. Auch die Hippe-Kultur hat sich mit der Zeit verändert, Anitas-Bar ist sich aber treu geblieben und verkörpert auch heute noch den ursprünglichen Hippie-Lebensstil.

Bevor es aber Abend wird, nutzen wir die Gelegenheit und fahren noch einmal zum Strand. Wir fahren über enge Straßen zum Pou des Lleo. Die kleine Bucht ist malerisch, es gibt eine kleine Strandbar und an den Seiten einige alte Bootsschuppen. In der Bucht ankern an schönen Tagen immer ein paar Schiffchen. Es sind meist nicht glänzende Yachten, sondern eher einfachere Segel- und Fischerboote, die man hier sieht. Nachdem wir unsere Autos abgestellt haben, gehen wir noch ein Stück entlang der Küste, um die Landschaft zu genießen.

Außer an zwei kurzen Strandabschnitten ist die Küste steil, darüber ist ein flacher Bereich mit richtig roter Erde. Diese sieht man an vielen Stellen auf Ibiza, hier aber kommt sie besonders deutlich zum Vorschein. Der Blick über das Meer fällt auf Tagomago, eine Ibiza vorgelagerte Privatinsel. Auf der ganzen Insel steht nur ein Gebäude. Wer schon immer davon geträumt hat, eine Insel nur für sich zu haben, kann sich den Traum, die notwendige finanzielle Potenz vorausgesetzt, hier erfüllen. Insel und Gebäude können wochenweise gemietet werden.

Aber auch ohne viel Geld gibt es hier Abgeschiedenheit und Einsamkeit. Unterhalb der Felsen ist zwar kein Strand, aber trotzdem gibt es einige Stellen, an denen man gut chillen kann. Nach etwas Suchen finden wir eine, die noch nicht belegt ist. Eine kleine, steile Treppe führt zu ihr.
Dort genießen wir einige Zeit den frühen Abend, bevor es zurück zu den Autos geht. An der Strandbar am Pou de Lleo gönnen wir uns noch einen Drink. Zurück in San Carlos ist es mittlerweile dunkel und die Kirche auf dem Dorfplatz erleuchtet.

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