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Musikvideos und Ibiza

Ibiza ist der Place-to-be für DJs, Musiker und alle die etwas mit Musik und Clubbing zu tun haben. Viele der Künstler haben sich hier dauerhaft niedergelassen oder kommen regelmäßig für Auftritte.  Auch aus der Ferne übt Ibiza eine Faszination auf Kreative aus. Es überrascht von daher vielleicht nicht, auf Ibiza wurden viele Musikvideos gedreht.

Die YouTube-Playlist mit den hier besprochenen Videos ist hier zu finden (Externer Link)

Einerseits sagt die Wahl von Ibiza als Drehort viel über die Musik und was sie verkörpert aus. Anderseits lässt sich durch das Anschauen der Videos ein guter Eindruck von Ibiza gewinnen. Die Videos sind weitaus mehr als nur Bilder, sie transportieren ein Lebensgefühl.

Seit den Anfangszeiten des Musikfernsehens in den 1980er-Jahren entstanden Videos zu bekannten und weniger bekannten Titeln. Die Videos aus den verschiedenen Jahrzehnten hintereinander anzusehen ist wie eine Zeitreise.

Die Videos der letzten Jahre – Große Namen und neue Ideen

Drei  Top-Djs, die fest mit der Insel verbunden sind, Dimitiri Vegas, Like Mike und David Guetta, sowie die Newcomerin Kiiara haben 2017 den Song „Complicated“ veröffentlicht. Es geht darum, die Dinge eben nicht kompliziert zu machen, jede zweite Textzeile lautet „Let’s not make it complicated“. In den Zeilen dazwischen wird erklärt, wie das geht: Starre Regeln brechen und vielleicht einmal nachts nackt baden. Der Song ist ruhig und zugleich sehr kraftvoll, die Melodie ist eingängig. Dazu tanzt Kiiara in der Altstadt von Ibiza, in den Salinen und im Norden am Faro de Moscater.

Eine sehr moderne und geschliffene Variante des klassischen Ibiza-Freiheitsgefühls! 

Viel persönlicher und bewusst unvollkommen kommt das 2019 veröffentlichte Video der schwedischen Sängerin Robyn zu „Between The Lines“ daher.  Das Video pendelt zwischen Musikclip und privatem Urlaubsvideo. Die bemerkenswerten Stilmittel werden vom Musikexpress ausführlich beschrieben.

Es entsteht ein sehr authentischer Einblick in das Urlaubsfeeling der einfachen Budget-Touristen mit allen Höhen und Tiefen.

Schon ein paar Jahre älter ist das Video zu „I Know“ von Shift K3Y. Die Kamera folgt der Protagonistin des Videos über die ganze Insel. Im dichten Takt werden Fotos von vielen schönen Plätzen der Insel gezeigt, mit ebenso schnell wechselnden Outfits der Protagonistin. So lernt der Zuschauer die Insel kennen und nebenbei werden noch unglaublich viele positive Vibes übertragen.

Klassiker der elektronischen Musik

Der Klassiker schlechthin ist David Morales‘ „Needin’u“ aus dem Jahr 1998. Die Zuschauer begleiten den US-amerikanischen DJs auf seiner Reise nach Ibiza. Jede Menge Sonne, Strand und Sorglosigkeit werden durch das Video transportiert. Die Kommentare unter dem Video auf YouTube lassen erahnen, dass einige Betrachter sogar etwas wehmütig werden, wenn sie in die 90er-Jahre zurückgebeamt werden. Der Track war weltweit erfolgreich und hat es zum Beispiel auf Platz 1 der US-Dance-Charts geschafft.

Aus dem gleichen Jahr stammt das Video zu „She Knows You“ des Mainzer DJs Tonka.  Auch in diesem sind Sonne, Strand und eine gute Zeit mit Freunden die zentralen Motive. Das Video  zu „Get get Down“ von Paul Johnson, seinerzeit ein riesiger Partyhit mit dem sehr eingängigen Text „Down down down…“, geht in die gleiche Richtung. Die Übereinstimmung zeigt, dass die drei Videos sehr treffend das typische 90er-Lebensgefühl der Ibiza-Clubber eingefangen haben.

Schon 1997 wurde der Clip zu „Ready Or Not“ von The Course gedreht. Die Niederländer schafften es auf Platz 5 der UK-Single-Charts. Das Video stellt stärker die DJ- und Clubbing-Kultur in den Vordergrund: Bilder von Plattenspielern, jede Menge Clubbingszenen und schrille Menschen. Das Video ist erklärtermaßen ein Tribut an die Partypeople von Ibiza.

Düster hingegen wirkt das Video von Energy 52 zu Cafe Del Mar aus dem Jahr 1993. Ein Mann mit schwarzem Trenchcoat und einem schwarzen Koffer läuft in dem sepiagetönten Video entlang von Felsen und Straßen. Der Track gilt als einer der angesagtesten Dance Tracks überhaupt, zumindest ergab das eine Umfrage unter BBC-1-Hörern 2011. Das Projekt Energy 52 der Hamburger Paul Schmitz-Moormann und Harald Blüchel veröffentlichte auf dem von Sven Väth mitgegründetem Frankfurter Label Eye Q Records.

Ganz weit zurück

Kennt man sie heute noch? Die britische Pop-Gruppe Five Star hatte 1985 Erfolg mit dem Song „Love Take Over“. Sie schaffte es damit in den US-RnB-Charts bis auf Platz 9. Das Video macht gute Laune, man sieht wie die fünf Geschwister mit einem offenen Geländewagen über die Insel fahren, in einer Finca tanzen und im KU auftreten. Dabei bleibt aber alles sehr anständig.

Schon zwei Jahre früher, 1983, wurde das Video zu Whams „Club Tropicana“ im Pikes Hotel gedreht. Im Lied wird ein Ort für einen traumhaften Urlaub beschrieben, der so traumhaft ist, dass man schon ein wenig Ironie erkennen kann. Das Video ist schwer zu finden, dafür gibt es aber umso mehr Parodien auf das Originalvideo.

Und was es noch gab

Aus dem üblichen Schema fällt die niederländische Formation Vengaboys mit ihrem Song „We’re going to Ibiza“. Das Video ist ein Zeichentrickfilm und zudem wird die meiste Zeit gezeigt, wie die Gruppe durch die ganze Welt irrt, um schließlich am Ziel der Träume anzukommen.

Das typische Ibiza-Video begleitet elektronische Musik. Eine Ausnahme ist hier der Schlagerstar Olaf Henning mit dem Song Ibiza, eine 2012 erschienene Neuauflage des Hits von Ibo aus dem Jahr 1985. Olaf fährt mit seinem sportlichen Auto über die Insel und fühlt sich in Gesellschaft seiner Freunde am Tresen sehr wohl. Dazwischen kommen Einblendungen aus einer tristen, herbstlichen Umgebung in der seine Ex-Freundin mit ihrem neuen Lover unterwegs ist.

Langsam wird auf Ibiza auch Urban Music populär. Diesem Trend folgend wurden 2018 das Video zu „Mi Corazon“ von Rooz, Dardan und Jayem auf der Insel gedreht. Sommerliche Musik, sommerliche Bilder und alles ausschließlich mit dem Handy aufgenommen.

Die YouTube-Playlist mit den hier besprochenen Videos ist hier zu finden (Externer Link)

Ein besonderer Dank gilt den Mitgliedern der Ibiza Residenten Gruppe, die beim Zusammentragen der Videos geholfen haben.

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